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IBLISCHEN AUSSAGEN zufolge gibt es zwei Typen von Engeln - auserwählte Engel und gefallene Engel (1. Tim. 5,21, Luk. 10,18, Matth. 25,41, Offb. 12,7-9). Damit muß es auch Engel geben oder zumindest gegeben haben, die sich in einem Zustand vor der "Auserwählung" bzw. dem "Fall" befunden haben.
Die Engel, die wir in der Bibel antreffen, hatten früher offensichtlich
ein Leben, in dem sie auf eine ähnliche Weise wie wir Menschen vor
eine Wahl gestellt wurden, vor die Wahl zwischen Gut und Böse, zwischen
Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit.
Die Bibel berichtet außerdem ziemlich detailliert vom "Vorstadium"
eines solchen Engels, nämlich von dem Lucifers persönlich, der
allem Anschein nach auf dem heiligen Götterberg als ein physisches
Wesen in einem paradiesischen Zustand lebte (Hes. 28,11-19).
Sein früheres Leben erinnert sehr an das frühe Leben Adams. Beide
waren als vollkommene und harmonische Geschöpfe erschaffen worden,
in einer vollkommenen und harmonischen Welt. Beide wurden vor die Wahl zwischen
Gut und Böse, zwischen Gehorsam und Ungehorsam, gestellt. Beide "fielen"
in Sünde, beide "starben", und beide wurden aus ihrem paradiesischen
Dasein vertrieben.
Adam erhielt später die Möglichkeit zur Reue und Wiederherstellung
durch das vorwegnehmende Opfer des Tieres, durch welches er seine Blöße
bedecken konnte, ein Opfer, durch das er introaktiv Teil an dem Erlösungswerk
Jesu bekam, das er auch annahm.
Wenn Gott vollkommen gerecht ist, was er als der wahre Gott natürlich auch ist, müssen auch die Engel in einem früheren Zeitalter diese Möglichkeit zu Fall und Wiederherstellung bekommen haben. Das heißt, sie hatten nicht nur die Möglichkeit, in Sünde zu fallen, sondern auch, von den Folgen davon befreit zu werden. Lucifer hat ganz offensichtlich diese Möglichkeit verworfen, und heutzutage ist er ein Teufel, ja der Teufel selbst.
Wenn die Menschen dereinst der Auferstehung teilhaftig und den Engeln
gleich werden, sagt Jesus, daß wir "Söhne Gottes" werden
(Luk. 20,36). Nicht Söhne und Töchter Gottes, sondern Gottes
SÖHNE. Wir verlieren also unser Geschlecht und kommen in einen Ewigkeitszustand
hinein, in dem die Fähigkeit zur Fortpflanzung aufhört und die
Unterschiede zwischen den Geschlechtern ihre Bedeutung verlieren.
Wir werden "den Engeln gleich", sagt Jesus. Wie buchstäblich
kann man das nehmen? Waren die Engel auch einmal geschlechtliche, physische
Wesen wie wir, die einst erdähnliche Planeten bevölkerten?
Waren sie vielleicht eine frühere Menschenrasse, die von Gott erschaffen
wurde, oder gab es vielleicht sogar mehrere unterschiedliche Rassen? Die
Cheruben, von denen Lucifer einer ist, haben ja sechs Flügel und gleichen
den Menschen nicht gerade, während andere Engel so wie Menschen auszusehen
scheinen.
DER ENGEL im Wort Gottes, den wir am besten kennen,
ist zweifellos Gabriel, der Erzengel. Er ist alles andere als ein gefühlsarmes,
roboterähnliches, mechanisch arbeitendes Geschöpf, was er wäre,
wenn er niemals hätte wählen können, wem er dienen und angehören
und wen er anbeten wolle.
Wir begegnen ihm des öfteren, sowohl im Alten als auch im Neuen Testament
(Dan. 8,16, Dan. 9,21, Luk. 1,19, Luk. 1,26), und jedesmal zeigt
er das gleiche typisch "menschliche" Gefühlsleben, nur auf
einem höheren Niveau. Er zeigt Mitgefühl, läßt einen
Spuren von zurückgehaltenem Selbstmitleid und Stolz erahnen, aber zeigt
gleichzeitig auch Demut und eine tiefe Gottesfurcht.
Er benimmt sich so, wie man es von einer geheiligten christlichen Persönlichkeit
erwarten würde.
Könnte er sich so geben, wenn er niemals Kontraste in seiner Seele
erlebt hätte? Kann sich in einem Geschöpf eine wirklich lebendige
Persönlichkeit entwickeln, wenn diese nicht Licht und Dunkel, Fall
und Wiederherstellung erlebt hat? Sogar Jesus selbst kam in der Gestalt
des sündigen Fleisches und wurde versucht wie wir, doch ohne Sünde.
In erster Linie um unsere Sünden zu sühnen, aber auch um unser
barmherziger Hoherpriester zu werden (Hebr. 4,15).
Man sich schwerlich vorstellen, daß eine freie und selbständige
Persönlichkeit entstehen kann, ohne daß sie zuvor Licht und Dunkel
geschmeckt und durchgemacht hat und sich dann aus freiem Willen entschieden
hat, dem Dunkel abzusagen und dem Licht nachzufolgen.
Sogar Tiere brauchen es, daß man sie mit Mitgefühl und Respekt
behandelt, damit sie sich zu gesunden und intelligenten Wesen entwickeln
können. Liebe kann nicht geschaffen werden, nicht einmal von Gott,
aber man kann sie durch persönliche Opfer gewinnen.
Wie auch immer würde es sich in diesem Fall um ein Stadium im Leben
der Engel handeln, und zwar sowohl im Leben der auserwählten wie auch
der gefallenen Engel, das schon lange passé ist. Für den Teufel
und seine Engel gibt es keine Rückkehr, sie sind aus eigenem Verschulden
heraus direkt auf dem Weg zur brennenden Gehenna, genauso wie die Menschen,
die den gleichen Weg wie sie gewählt haben.
Möglicherweise gibt es, wie oben festgestellt, noch "Urengel",
die sich immer noch in einem physischen Zustand befinden und wie wir in
einem Prüfungsabschnitt in ihrem Leben sind.
...
DIE HIMMLISCHE WELT
Überhaupt muß die himmlische Welt sehr viel greifbarer sein,
als man es sich gewöhnlich vorstellt. In der Bibel wird der Wohnort
Gottes und der Engel nicht als ein diffuses Wolkendasein beschrieben, sondern
als eine Stadt mit Heiligtümern, Flüssen, Pflanzen, Straßen
usw.
Solch eine Stadt kann wohl kaum frei im Weltall schweben, sie muß
logischerweise auf einem festen Untergrund gebaut sein (dieser Untergrund
wird der heilige Götterberg genannt). Dieser wiederum muß mehr
sein als ein einsamer Berg im Universum.
Berge gibt es auf Planeten, Flüsse gibt es dort, wo es Wasser gibt,
und Pflanzen leben dort, wo sie Sauerstoff haben. Wesen mit Flügeln
hätten wohl auch keinen Nutzen von diesen Flügeln, wenn sie nicht
in einer Atmosphäre leben würden, wo sie auch mit ihnen fliegen
können.
Und warum sollten Geisteswesen genauso wie Menschen aussehen, wenn nicht
deshalb, weil auch sie dazu erschaffen wurden, um auf Planeten zu leben
und zu wohnen?
Ohren, Nasen, Augen, Arme und Beine sind Körperteile, die nur dort
eine Rolle spielen, wo es Luft, Düfte, Licht, Schwerkraft usw. gibt.
Ein vollständig nicht-materielles Geistwesen braucht diese Dinge nicht.
Und trotzdem werden die Engel Gottes oft als menschenähnliche Wesen
beschrieben, nicht nur wenn sie Menschen besuchen, sondern auch wenn sie
im Himmel vor dem Thron Gottes stehen.
Und wenn Engel vom Himmel, wie es in 1. Mose heißt, zusammen mit irdischen
Frauen Kinder zeugen konnten, ist die Sache ganz klar.
Engel müssen mit uns Menschen eng "verwandt" sein, sie sind
ganz einfach Menschen aus einem anderen Sonnensystem!
Genauso wie wir als Ebenbilder Gottes erschaffen, unter gleiche Voraussetzungen
gestellt wie wir, aber sie sind uns in der geistlichen "Entwicklung"
ein Stück voraus.
(Dennoch haben wir einen Vorzug vor ihnen, siehe meinen Artikel "Der
Sturz vom Götterberg").
AUSSERDEM: die Engel Gottes sind heute damit beschäftigt,
Menschen zu bedienen und zu beschützen, die sich in ihrem physischen
Stadium befinden. Das werden auch wir einmal tun, wenn wir zu ihnen "hinaufgestiegen"
sind. Wir werden auf der Erde regieren, d.h. die gleiche Position einnehmen,
wie sie die Engel jetzt haben.
Wir werden in unseren Auferstehungsleibern über die Menschen regieren,
die dann in ihren physischen Körpern auf der Erde leben werden.
Wir werden regieren, bis der Tod vernichtet und die Erde in unserem Herrn
Jesus Christus wieder vollkommen hergestellt ist.
Dann wird der Planet wie ein Juwel im Weltraum erstrahlen, was er eigentlich
schon tut, aber dann wird er auch die Herrlichkeit Gottes widerspiegeln.
Und was geschieht dann? Eine Sache ist auf jeden Fall klar: Gott hat
nicht Milliarden und Abermilliarden Sternenwelten und Galaxien erschaffen,
um sie dann unbewohnt zu lassen. Sie sollen von Wesen bevölkert werden,
die Gott "zeugt" und erzieht, durch seinen Geist und in seiner
Liebe.
Laßt uns so leben, daß wir dieser unbeschreiblichen Herrlichkeit,
die der Schöpfer für uns vorbereitet hat, nicht verlustig gehen.
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HIER FOLGEN die biblischen Begriffe für den Ort, an dem Gott und seine Engel wohnen:
Der heilige Götterberg (Hes. 28,14)
Der Berg der Zusammenkunft (Jes. 14,13)
Eden, der Garten Gottes (Hes. 28,13)
Paradies Gottes (Offb. 2,7)
Paradies (Luk. 23,43)
Dritter Himmel (2. Kor. 12,2-4)
Berg Zion (Hebr. 12,22)
Stadt des lebendigen Gottes (Hebr. 12,22)
Das himmlische Jerusalem (Hebr. 12,22)
Wo befindet sich dieser Ort?
Über den Wolkenhöhen (Jes. 14,14)
Hoch über den Sternen Gottes (Jes. 14,13)
Im äußersten Norden (Jes. 14,13)
Auf einem großen und hohen Berg (Offb. 21,10)
In der Höhe und im Heiligtum (Jes. 57,15)
Heimat beim Herrn (2. Kor. 5,8)
Was gibt es alles an diesem Ort?
Einen großen und hohen Berg (Offb.
21,10)
Eine Stadt (Offb. 21,10)
Heiligtümer (Hes. 28,18)
Straßen aus Gold (Offb. 21,21)
Mauern aus Jaspis (Offb. 21,18)
Feurige Steine (Hes. 28,14)
Einen Strom/Fluß (Offb. 22,1)
Bäume (Offb. 22,2)
Vollkommene Geschöpfe (Hes. 28,12)
Viele Tausende von Engeln (Hebr. 12,22)
Eine Festversammlung und eine Gemeinde von Erstgeborenen (Hebr. 12,23)
Geister der vollendeten Gerechten (Hebr. 12,23)
Vierundzwanzig Älteste (Offb. 4,4)
Der Thron Gottes und des Lammes (Offb. 22,1)
VIELES
SPRICHT DAFÜR, daß all dies einen Planeten beschreibt, der sich
irgendwo außerhalb unseres Sonnensystems, vielleicht auch außerhalb
der Milchstraße, befindet - je nachdem, wie man den Ausdruck "dritter
Himmel" auslegt.
Paulus beschreibt diesen Ort mit einer sehr genauen Ortsangabe, fast wie
mit einem Straßennamen. Er scheint zu wissen, wovon er spricht. Das
Problem ist nur, was er eigentlich meint. Vielleicht dachte er an die "Topographie"
der Himmel, die man mit dem bloßen Auge beobachten konnte.
Der Wolkenhimmel wäre demnach der erste Himmel, der Planetenhimmel
(also unser Sonnensystem) der zweite Himmel und der Sternenhimmel (also
die Milchstraße) der dritte Himmel.
Außer den Sternen in der Milchstraße kann man mit dem Auge keine
weiteren einzelnen Sterne unterscheiden. Nur drei benachbarte Galaxien kann
man noch sehen, aber nur als verschwommene Flecken.
WENN DIESE
Auslegung richtig ist, wurde Paulus also dorthin entrückt, d.h. zu
einem Stern außerhalb unseres Sonnensystems, der sich irgendwo in
der unermeßlichen Milchstraße befindet.
In diesem Fall würde der Ausdruck "Sterne Gottes" die (damals
fünf bekannten) Planeten bezeichnen, die von der Erde aus wie ungewöhnlich
lichtstarke Sterne, sogenannte Wandersterne, aussehen. Diese Wandersterne
bewegen sich untereinander in verschiedenen Bahnen, im Unterschied zu den
weiter entfernten Fixsternen, die sich scheinbar alle zusammen bewegen (aufgrund
des Abstandes und der Erdrotation).
Diese Dinge waren den Menschen im Altertum nicht unbekannt. Paulus erinnert
seine Freunde in 1. Kor. 15,41 zum Beispiel daran, daß "jeder
Stern vom dem anderen an Glanz verschieden" ist. Er setzte also
voraus, daß sie das wußten. Sternbilder wie der Orion mit seinem
Gürtel und das Siebengestirn waren wohlbekannt, ebenso das Bärengestirn
usw.
Er kann sich also auf eine "Adresse" bezogen haben, die alle kannten,
als er davon sprach, daß er in den dritten Himmel entrückt worden
war - also an einen Ort hinter den Wandersternen.
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WENN ICH ANSCHAU DEINEN HIMMEL, das
Werk deiner Finger, den Mond und die Sterne, was ist der Mensch, daß
du seiner gedenkst, und der Menschensohn, daß du ihn beachtest?! (Ps.
8,4-5)
Wer hat ihm je getrotzt ... er hat das Bärengestirn und den Orion geschaffen, das Siebengestirn und die Sternbilder des Südens. (Hiob 9,4.9)
Er spannt den Norden über der Leere aus, hängt die Erde an dem Nichts auf. Eine Grenzlinie hat er über den weiten Wassern abgezirkelt bis zur äußersten Grenze, wo das Licht mit der Finsternis zusammentrifft. (Hiob 26,7.10)
Vermagst du die Bande des Siebengestirns
zu knüpfen oder die Fesseln des Orions zu lösen? Läßt
du die Bilder des Tierkreises hervortreten, und leitest du den Großen
Bären samt seinen Jungen? (Hiob 38,31-32)
BIBLISCHE KOSMOLOGIE... |
- ist eine Reihe von Artikeln über die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft der Erde und des Universums.
DIE HERKUNFT DER ENGEL
Was geschah im Anfang? Vor dem ersten Tag. Zeit
und Schwerkraft.
DIE RIESEN DER URZEIT
Die mächtigen Männer der Urzeit. Das
Ufophänomen.
DIE HERKUNFT DER ENGEL, Teil 2
Eine biblische Kosmologie. Dritter Himmel - Paradies.
HINTER DEM VORHANG
Die Suche nach außerirdischen Funksignalen.
Die Tragödie der Wissenschaft.
DIE HEERSCHAREN DES HERRN
Eine himmlische Parade. Seltsame Fakten
über den Mars. Die Wolken des Herrn.
ENGEL, RIESEN & DINOSAURIER
Beweise für die Riesen.
WAS PASSIERT IM WELTRAUM?
Was sind Ufos? Ein Kommentar zum Buch
des Henoch.
BEHEMOTH & LEVIATHAN
Geschöpfe des Altertums.
DIE GOTTESSÖHNE
Besucher aus dem All. Die Wissenschaft
des Glaubens. Der himmlische Gärtner. Gabriel und der Menschensohn.
DER STURZ VOM GÖTTERBERG
Die Herkunft der Engel, Teil 3. Eine
allumfassende Buße. Grabrede für Lucifer.
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